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Bewohner erzählen
Als wir Hermann Kleiser in seinem großen, freundlichen Doppelzimmer antreffen, fällt uns sofort auf, dass er Leckerlis für die Katze bereitstehen hat, die in der Residenz eine Art zweites Zuhause gefunden hat. Wie er uns erzählt, freut er sich immer sehr, wenn sie ihn besucht und sich ihre Streicheleinheiten einfordert. Genauso wie sie fühlt er sich hier rundum wohl, vor allem dank der idyllischen Lage des Schlosses.
Herr Kleiser schätzt die ruhige, schöne Umgebung
Nachdem seine Frau nach einem schlimmen Sturz im gemeinsamen Haus am Kopf operiert werden musste, wurde sie hierher verlegt. Zuvor hatte Hermann Kleiser seine Frau nach einem Herzstillstand 30 Jahre lang selbst gepflegt, doch nach diesem Vorfall konnte es so nicht mehr weitergehen. Verständlicherweise wollte sie ihren Mann gerne an ihrer Seite wissen, und so zog auch Herr Kleiser im September 2020 ein. Das Pro Seniore Schloss Friedenweiler haben ihre sechs Kinder für die beiden ausgesucht. „Meiner Frau war es wichtig, dass um das Haus herum nicht so viel Krach durch Autos ist. Und hier ist es so schön ruhig und angenehm!”, erzählt Herr Kleiser. Auch für ihn war die Nähe zur Natur wichtig, schließlich ist der frühere Landwirt mit seinen zwölf Geschwistern auf einem Hof in der Gemeinde Breitnau aufgewachsen. „Der Schlossgarten mit dem Fischweiher ist einfach traumhaft – man kann hier so schön draußen sitzen“, schwärmt er.
Die beiden teilten sich das Doppelzimmer, bis Frau Kleiser leider im Februar 2022 an einer schlimmen Lungenentzündung im Krankenhaus verstarb. Herr Kleiser betrachtet andächtig ein Foto von seiner Frau. “Wir sind schon zusammen zur Schule gegangen. Es war immer sehr schön mit ihr. Ich hätte mich gefreut, wenn wir im August noch unseren 60. Hochzeitstag hätten feiern können.”
Hier kommt keine Langeweile auf
Seit ihrem Tod lebt der 1939 in Neustadt geborene Senior alleine im Doppelzimmer, doch er ist zuversichtlich, dass er bald wieder einen freundlichen Mitbewohner bekommen wird. Einsam fühlt er sich auch jetzt nicht: „Ich habe mich hier schnell eingelebt, wurde gut aufgenommen.” Abgesehen davon, dass seine Kinder, Enkel- und Urenkelkinder ihn regelmäßig besuchen kommen, versteht er sich auch mit den anderen Bewohnern im Haus sehr gut.
„Wir kochen gerne mal zusammen, zum Beispiel leckeren Kartoffelsalat.” Aber auch die anderen Freizeit- und Beschäftigungsangebote der Residenz nutzt er gerne. Besonders gefällt ihm die Bewegungstherapie, in der die Senioren gemeinsam spielerisch Sport machen. Herr Kleiser ist sogar Vorsitzender des Heimbeirats, der die Interessen der Bewohner vertritt. Mit den Pflege- und Betreuungskräften ist er ebenfalls mehr als zufrieden. „Die Mitarbeiter waren von Anfang an sehr hilfsbereit! Darüber hinaus ist auch das Essen lecker. Was will ich mehr?“, lacht Herr Kleiser.
Das vermutlich ordentlichste Zimmer in der gesamten Residenz hat Cornelia Wagner. Die chic gekleidete Bewohnerin erzählt uns, wie wichtig es ihr ist, immer gepflegt auszusehen und Ordnung in ihrem eigenen kleinen Reich zu halten. Sie betrachtet die Residenz voll und ganz als ihr Zuhause – und das ist kein Wunder, lebt sie doch schon seit stolzen 20 Jahren hier.
Bevor Frau Wagner hierher kam, musste sie eine schwere Zeit durchmachen. Jahrelang hat sie ihre Mutter gepflegt, die insgesamt fünf Schlaganfälle erlitten hat. Zu ihrer Schwester, die nach dem Tod der Mutter das Elternhaus für sich beanspruchte, hatte sie lange ein schwieriges Verhältnis, inzwischen haben die beiden keinen Kontakt mehr. Ein befreundeter Nachbar wollte Frau Wagner dabei helfen, ein neues, liebevolles Zuhause zu finden, und fand schließlich das Pro Seniore Schloss Friedenweiler. Hier wurde sie sofort herzlich aufgenommen und konnte ganz neu anfangen. Nur ein paar hübsche Erinnerungsstücke und Möbel hat sie von zu Hause mitgebracht.
Seit längerer Zeit hat sie mit epileptischen Anfällen und weiteren gesundheitlichen Beschwerden zu kämpfen, die jedoch mit der Zeit immer besser wurden. „Seit ich hier bin, bin ich viel gesünder. Hier im Schwarzwald mit der schönen Landschaft habe ich Ruhe. Es geht mir einfach gut“, erzählt sie uns zufrieden.
Obwohl sie es natürlich nicht müsste, hilft Frau Wagner von selbst jeden Tag dabei, die Residenz sauber und ordentlich zu halten. Ihr Motto ist: ‚Ordnung macht den Meister.‘ Dass die 1947 in Hinterzarten geborene Seniorin so viel davon versteht, kommt daher, dass sie bereits in ihrer Jugend im Gasthaus ihrer Familie mit angepackt hat, unter anderem beim Herrichten des Frühstücks und der Gartenarbeit.
Letzteres bereitet ihr auch heute noch große Freude: Sie kümmert sich liebevoll um die Pflanzen im Haus und im Garten und genießt dabei die frische Luft. Sowohl die Mitarbeiter als auch die anderen Bewohner schätzen sie sehr dafür. Kein Wunder also, dass Frau Wagner auch stellvertretende Vorsitzende des Heimbeirats ist.
Insgesamt ist die junggebliebene Dame sehr selbstständig und läuft viel auf dem Schlossgelände umher, um sich fit zu halten. Auch ihr Gedächtnis trainiert sie, wann immer sie kann. Zudem geht sie öfter mal mit ein paar befreundeten Bewohnern zum Bingo oder spielt mit ihnen ‚Mensch ärgere dich nicht‘. „Ich bin hier sehr glücklich, komme mit allen gut klar. Die Pflegekräfte kümmern sich super um mich, hören mir zu und helfen mir immer, wenn ich etwas brauche. Ich kann die Residenz nur jedem weiterempfehlen.“
Wenn man das Einzelzimmer von Hilda Amann betritt, bemerkt man gleich die liebevolle Einrichtung und die zahlreichen Fotos von ihrer Familie. Wie sie uns später erzählt, hat sie einen Teil der schönen Dekoration sogar selbst hergestellt. Die 1935 geborene Seniorin lebt seit Anfang 2021 hier – und kann sich ein Leben woanders nicht mehr vorstellen.
Ins Pro Seniore Schloss Friedenweiler kam sie, weil sie wegen ihrer Lungenerkrankung und der damit zusammenhängenden Atemnot auf die Intensivstation gebracht werden musste und danach nicht mehr nach Hause konnte. Ihr Sohn und ihre Schwiegertochter haben die Residenz für sie gefunden – zunächst nur in der Kurzzeitpflege, doch dann blieb sie liebend gerne hier.
Da sie in Neustadt aufgewachsen ist, kennt Frau Amann die Gegend gut. Sie genießt die Idylle hier jeden Tag, verbringt viel Zeit draußen: „Es ist alles so schön grün, auch der Garten. Da alles ebenerdig ist, kann man hier super um das ganze Haus herumlaufen.“
Bei gemeinsamen Aktivitäten ist sie immer dabei
Doch auch das Leben innerhalb der Residenz gefällt der Seniorin sehr gut. Frau Amann erzählt uns, wie gerne sie die gemeinsamen Aktivitäten liebt: „Wir backen zusammen, schnippeln Obst … Vor Kurzem haben wir Zwetschgen bekommen. Die haben wir dann entsteint und ganz leckere Marmelade daraus gemacht.“ Am meisten gefällt ihr, wenn sie alle zusammen Musik machen und singen. „Da bin ich immer dabei!“, verkündet die aufgeweckte Dame lachend.
Wenn sie doch mal Zeit für sich braucht, fertigt sie in ihrem Zimmer aus Servietten wunderschöne Rosen, die sie verschenkt oder als hübschen Tischschmuck aufstellt. Dass die ehemalige Hausfrau so handwerklich begabt und kreativ ist, kommt vermutlich daher, dass sie früher viel für ihre drei Söhne genäht und gehäkelt hat. Stolz erzählt uns Frau Amann, dass die Mitarbeiter immer ganz begeistert von ihren Servietten-Blumen sind: „Die sind alle so nett, wir kommen alle gut miteinander aus. Es ist einfach toll, was das Team jeden Tag leistet!“